Samstag, 15. August 2015

Wassertaufe bis an den Comer See


Immer noch euphorisch - aber schon wieder unterwegs nach Hause. Dieses Mal auf vier Rädern. Am sechsten Tag nicht mehr auf meiner Contessa durch die Landschaft radeln. Alpine Landschaft mit der Autobahn getauscht. Mir fehlt was!!! Einiges sogar.

Aber zunächst zum gestrigen Abschluss unseres AlpenX am Comer See: Nach einem reichhaltigen Frühstück starteten wir naiv in unsere letzte Etappe. Wir wussten zwar, dass wir weitere 700 Meter zum Septima Pass steigen mussten. Aber dass diese letzten drei Rampen so viel Kraft kosten würden, war zumindest mir vorher nicht bewusst. 








Oben angekommen ging es recht schnell weiter. Das obligatorische Gruppenfoto, geschwindt wärmere Klamoten übergezogen - dann machten wir uns an den langen Abstieg - 2.200 Meter sollten wir noch bis an den Comer See - unser Ziel - hinter uns bringen.

Der Tag hatte bereits mit Regen begonnen. Während unseres Aufstiegs jedoch aufgehört. Unser Glück blieb uns weiterhin treu. Den Pass konnten wir ganz ohne Regen passieren.







Dann änderte sich jedoch das Wetter dramatisch. Es regnete sich ein. Die Waldtrails wurden immer rutschiger. Glitschige Steine und Wurzeln erforderten unsere volle Konzentration. Wir fuhren zügig weiter. Auch der letzte Optimist kramte jetzt seine Regenhose aus dem Rucksack. Handy, Fotoapparat ... alles wurde wasserdicht verstaut. Und dann wieder aufs Bike. Unser nächster Halt war erst in Italien geplant. 

Der Regen wurde immer heftiger, bis wir bis auf die Haut vollkommen durchnässt waren. Die Schuhe, die "wasserdichten" Socken - alles klitschnass. So radelten wir in Chiavenna zu unserer wohlverdienten Mittagspause ein. 

Die Wirtsleute hatten Erbarmen ;-) Sie boten uns an, unsere Klamotten in den Trockner zu schmeissen. Unkomplizierte italienische Gastfreundschaft! Wir nahmen das Angebot dankend an. Budelten unsere letzten trockenen Sachen aus den Rucksäcken, pellten die tropfnasse Kleidung von unseren Körpern, um uns wieder etwas aufzuwärmen. Barfüßig, bei italienischer Pasta konnten wir schon wieder über unser kleines Regenabenteuer lachen. 

Mit der halbtrockenen Kleidung legten wir dann im Endspurt die letzten 32 Kilometer bis an den See zurück. Ihr könnt euch denken, wie wir danach unseren AlpenX 2015 gefeiert und begossen haben. 

Es war eine wunderschöne Tour mit netten Menschen, einer atemberaubend schönen Lanschaft und unheimlich viel Spaß! Ich bin glücklich, dass ich diese Erfahrung machen konnte! Merci vieelmals!!!



Mittwoch, 12. August 2015

Heiße Temperaturen - leichte Blessuren

Dritter Tag in Folge und wir konnten erstaunlich gut die Anstrengungen der gesammelten Höhenmeter wegstecken. Dazu trug auch ein Einrollen der heutigen Tour bei. Erst passierten wir einige Weinberge, dann ging es etwas überraschend durch einen Bach bis wir in Chur eine Kaffeepause einlegten. Einige Reparaturpausen nach der Bachdurchquerung inbegriffen.




Weiter ging es über den Polenwäg zu unserer wohlverdienten Mittagspause 600 Höhenmeter entfernt. 

Etwas frustrierend, dass wir trotz der Hitze geschuldeter 'Antriebsmühdigkeit' weitere 650 Meter vor uns hatten. 

Aber was hilft es, Berge vor uns - nach uns. Umkehren macht es nicht besser. Gut, dass wir wenigsten die vielen Brunnen zum Rasten hatten. Ausserdem sorgen sie für einen kühlen Kopf!


Schöne Aussichten, Erfrischung am See und diverse leichte und schwere Trails entschädigten uns für den mühevollen Anstieg.








Ach ja, denkt morgen an uns. Das wird der härteste Tag der Tour. Bevor uns am Freitag dann 'nur' 600 Höhenmeter bevorstehen und 2000 Meter den Berg hinunter bis an den Comer See.











Dienstag, 11. August 2015

Flowige Trails von der Schwägalp bis an den Rhein

Heute erwartete uns ein geniales Frühstück auf dem Säntis. Den angekündigten außergewöhnlichen Ausblick bis nach Krefeld ;-) konnten wir leider wegen Nebels nicht geniessen. Aber allein wegen des Frühstücks hatte es sich bereits gelohnt, morgens früh dort mit der Seilbahn hoch zu fahren.


Wieder zurück auf der Schwägalp ging es schnell auf die Bikes. Erst einen kleinen Trail hinab und dann konstant hinauf: Feine Schotterwege und geniale Ausblicke aufs Tannenzapfenland Toggenburg und die kantigen Churfirsten.




Über flowige Trails durch Wiesen und Wälder haben wir uns nach einer Mittagspause schließlich bis ins Rheintal nach unten geschwungen. Die zweite Tageshälte begleitete uns dann der Rhein. Eine letzte knackige Trail-Aktion durch ein bewaldetes Seitenstück und wir rollten genüsslich und erschöpf in Maienfeld ein. Jetzt sind wir schon gespannt auf morgen! 






























Montag, 10. August 2015

Gluthölle, Fliegenpest... schaun'n wir mal :-)

Ernst wurde es heute früh erst nach einer angenehmen Einrollphase. Wunderschöne Voralpenlandschaft und genügend Gelegenheit den einen oder anderen Sportsfreund näher kennenzulernen. Super Einstieg, dann kam der Anstieg.





Erster Anstieg durch den Wald langsam hochgeschraubt, dann folgten flowige Trails durch Wiesen und schon hatten wir unser Etappenziel für ein zünftiges Mittagsmal erreicht. Und wir hatten echt Hunger und ziemlichen Durst. Trotz der vielen Brunnen, an denen wir unsere Trinkblasen aufgefüllt hatten.


Nach dem reichhaltigen Essen ging es dann erneut einige hundert Höhenmeter über Schotter nach oben. Einer langwierigen Waldphase fogte dann dieses herrliche Panorama:








Zwei letzte Rampen und dann hatten wir glücklich  - die Zeit verging wie im Flug - unser erstes Tagesziel erreicht: die Schwägalb mit Blick auf den Säntis. 


Ach übrigens... die Gluthölle haben wir gestern Abend im Hotel zur Linde durchlebt :-) Ein unklimatisierter Speiseraum, in dem wir die Fenster nicht öffnen konnten. Heute überraschte uns eine Fliegenplage beim Abendessen. Aber wir sind hart gesotten ;-), witzeln und fragen uns schon, welche nächste Plage uns heimsuchen wird. Natürlich keine unsere sehr gute Laune dadurch nicht getrübt werden!

Jetzt werde ich glücklich und froh ins Bett fallen. Damit ich morgen früh um 7 Uhr wieder fertig gespornt am Treffpunkt stehe.

Ein kleines Betthupferl für Motorradfans zum Schluss - diese Norton stand vor unserer Bergalm Hütte.